10. Dresdner Jonglier- und Akrobatikfestival

Vom 05. bis 07. März ist es wieder soweit: Das mittlerweile 10. Dresdner Jonglier- und Akrobatikfestival steigt in der Margon-Arena. Das heißt wieder drei Tage lang jonglieren, balancieren, schwingen, brennen, Einrad fahren und einfach jede Menge Spaß haben bei Workshops, Spielen, Party und einer Galashow. Mit dabei sind unter anderem Lokalmatador Kelvin Kalvus und Moon aka Emanuele Marchione aus Italien. Auch für (noch)nicht-Jongleure auf jeden Fall einen Besuch wert!

Vorläufiges Programm

Freitag:
18:00: Einlass (Vorher dürfen die Hallen nicht betreten werden!)
20:30: Feuershow und Fireopenspace. Livemusik!
22:00: Open stage

Samstag:
8:00 – 11:00: Frühstück
10:30: Kinderzirkus/Spielekiste
12:00 – Diabolo-Workshop
13:00 – 14:00: Akrobatik-Workshop
13:00 – 14:00: Devilstick-Workshop
14:00 – 15:00: Kontaktjonglage-Workshop
15:00: Breakdance-Workshop
16:00: Poi-Workshop
20:00: Galashow im Theater Wechselbad

Sonntag:
9:00 – 12:00: Frühstück
10:30: Kinderzirkus/Spielekiste
12:00-13:00: Akrobatik-Workshop
12:00: Zigarrenkisten-Workshop
13:00: Jonglierspiele (Viele wertvolle Preise gesponsort von Henrys!)
15:00-16:00: Internationale Jonglier- und Artistik Show

Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.jonglieren-dresden.de.

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120 Prozent

Im Internet unterwegs sein heißt auch heute in Zeiten von Videoplattformen und Flash vor allem Lesen. Dass das auf die Dauer anstrengend sein kann, muss ich wohl niemandem erzählen. Zum einen liegt das daran, dass das Internet immer noch mehrheitlich aus Text besteht. Zum anderen aber ist dieser Text meist in Schriftgrößen zu sehen, die ich persönlich als anstrengend zu lesen empfinde.

Mag sein, dass es an meinem alten 19-Zoll-Röhrenmonitor liegt, vielleicht auch daran, dass ich gut einen Meter von selbigem entfernt sitzend meine Internetlektüre lese. Wenn ich lange Texte am Bildschirm lese, nutze ich fast immer die Vergrößerungsfunktion des Firefox (STRG +). Das für mich überraschende ist aber die Feststellung, dass ich fast alle so gelesenen Seiten in 20%iger Vergrößerung anschaue. Keine 30%, keine 10% – bis auf ganz wenige Ausnahmen schaue ich mir Webseiten in 120% ihrer Ursprungsgröße an.

Anscheinend hat sich also im Web ein gewisser Standard etabliert, nach dem sich bewusst oder unbewusst viele Webdesigner richten. Bin ich also nicht standardkonform in meinen Lesegewohnheiten? Oder geht das auch anderen Menschen so? Kennt ihr das Problem auch? Würde mich freuen, dazu mal ein paar Meinungen zu lesen.

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Kreatives Schreiben mit Writemonkey

Wer viel am PC schreibt, kennt das Problem des sich-konzentrieren-müssen. Dabei gibt es gerade heute so viele Sachen, die vom Schreiben ablenken – Instant Messanger, Email, Feedreader und und und. Hier setzt die Freeware Writemonkey an. Sie startet von Haus aus im Vollbildmodus ohne jegliche Menüs. Alles, was man sieht, ist ein dunkler Bildschirm mit kleinen Begrenzungsstrichen und ein blinkender Cursor.

WritemonkeyEventuell nötige Menüpunkte erreicht man per rechter Maustaste. Wer will kann sich auch noch die Klickgeräusche einer alten Schreibmaschine anhören beim Schreiben. Darüber hinaus überrascht das auf den ersten Blick sehr schicht anmutende Programm mit vielen Einstellungs- und Formatierungsmöglichkeiten. So gibt es zum Beispiel eine autosave Funktion. Speichern lassen sich die Texte als txt-Dateien.  Alternativ kann man sie aber auch als html- oder doc-Dateien exportieren und somit direkt im Browser oder in Word/OpenOffice anzeigen und weiterbearbeiten.

Da das Programm ohne Installation auskommt, eignet es sich auch prima, um es auf dem USB-Stick mit rumzuschleppen. Gerade da kann man nämlich meist auf Schwergewichte wie Open Office und co. gut verzichten.

Sicherlich möchte ich mit Writemonkey keine Diplomarbeit schreiben. Aber um mal eben relativ ungestört einen Blogbeitrag oder anderen Artikel zu verfassen, eignet sich das Tool hervorragend.

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Frühjahrsputz

In den letzten Tagen hat sich einiges getan an diesem Blog. Ich hab viel Zeit investiert und hinter den Kulissen geschraubt.

Die auffälligste Veränderung dürfte dabei das Design sein. Grundsätzlich basiert es wie auch sein Vorgänger immer noch auf dem Thematic Theme Framework für von Ian Stewart. Das aktuelle child theme Early Morning ist von Cristian Antohe. Allerdings habe ich noch kräftig daran rumgeändert.

Auch im Maschinenraum hat sich einiges getan. Ich habe endlich mal die Plugins aufgeräumt und Überflüssiges aussortiert. Ganze 12 Plugins weniger sollten die Geschwindigkeit des Blogs hoffentlich etwas verbessern.

Ein längst überfälliger Schritt war die Erneuerung der Blogroll. Momentan sind da ausschließlich von mir gelesene dresdner Blogs enthalten. Die Liste ist dabei keineswegs vollständig.

Ich hoffe, dass jetzt soweit alles funktioniert. Wenn jemand Fehler feststellt oder sonstige Anmerkungen hat, würde ich mich über eine kurze Info freuen.

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Spaß mit 1und1

Nachdem ich ja Breits Anfang Januar über meine kleinen Problemen mit 1und1 geschrieben hatte und diese bis heute nicht behoben sind, habe ich beschlossen meine wöchentlichen Erlebnisse in diesem Zusammenhang hier einfach mal aufzuschreiben. Für Andere als kleine Warnung, für mich als eine Möglichkeit Dampf abzulassen. Frustabbau 2.0 quasi.

Kurz nochmal zur Ausgangslage:
Ich bin schon mehrere Jahre DSL-Kunde bei 1und1, der Telefonanschluss kam aber bis letztes Jahr noch von der Telekom. Irgendwann im letzten Herbst habe ich beschlossen komplett zu 1und1 zu wechseln. Am 09.12.2009 war es dann soweit. Und mit dem Tag der Umstellung brach mein bis dahin sehr gut funktionierender Internetanschluss in sich zusammen. Die Bandbreite des eigentlichen 16.000er Anschlusses schrumpfte etwa auf mickrige 3000 kBit/s zusammen. Schlimmer ist aber der Upload von etwa 100 kBit/s. Selbst mein alter DSL-2000-Anschluss brachte da deutlich mehr. Also kämpfe ich seitdem mit dauernden Verbindungsabbrüchen beim Upload und der Administration von Webseiten, da die Server bei großen Dateimengen irgendwann einfach einen timeout produzieren. So dauert ein einfacher Upload einer neuen Typo3 Seite mehrere Stunden.

Ende Dezember war dann mal ein Techniker da, stellte fest, dass er nix machen kann und verschwand wieder. Dass er dabei mein Internet gleich mitnahm und erst eine Woche später wieder vor der Tür ablegte, habe ich im oben verlinkten Beitrag schon geschrieben. Das Problem war danach allerdings nicht aus der Welt. Für 1und1 war das Ticket damit zwar geschlossen, aber meine Störung bestand weiterhin. Hier ergibt sich allerdings ein Problem: Für 1und1 ist die Störung damit behoben und ich warte theoretisch auf eine Rückmeldung von 1und1. Die kommt aber nie, da es für 1und1 mangels Störung keinen Grund gibt, sich zu melden.

Also rief ich im Januar irgendwann mal wieder entnervt bei der mittlerweile wenigstens kostenlos zu erreichenden Hotline an, worauf der engagierte Mitarbeiter eine _neue_ Störungsmeldung aufnahm und versprach, diese gleich weiterzuleiten. Man würde dann in den nächsten Tagen Kontakt zu mir aufnehmen.

Im Laufe der nächsten Woche nahm natürlich niemand Kontakt zu mir auf. Also wartete ich mich wieder in das Callcenter von 1und1. Nach den üblichen, Wartensieab-ichkannnichtsmachen-Sprüchen, von denen ich mich diesmal nicht beruhigen lies, stellte die Mitarbeiterin unter Hinzuziehung eines weiteren Kollegen dann plötzlich fest, dass die Störung letzte Woche an eine völlig falsche Abteilung weitergeleitet worden war und somit nie bearbeitet worden wäre – welche Überraschung. Auch sie versprach sofort alles nochmal mit Priorität weiterzuleiten usw. usf.

Eine weitere Woche später – es war natürlich wieder nichts passiert – mein erneuter Anruf. Wieder eine sehr verständnisvolle Mitarbeiterin, wieder das Versprechen alles direkt weiterzuleiten (O-Ton: "Die Kollegen von der Technik haben das dann morgen direkt auf dem Tisch") und wieder passierte nichts.

Damit sind wir beim heutigen Tag und dem mittlerweile wöchentlichen Freitags-Telefonat angekommen. Nachdem der ultraschlaue Sprachcomputer mich erst mal in die falsche Abteilung geschickt hatte, brauchte der Mann von der Technik wieder mal recht lange, um sich meine gesamte Vorgeschichte durchzulesen und das eigentliche Problem zu verstehen. Normalerweise erzähle ich das den Leuten am Telefon alles in Kurzform, um Zeit zu sparen. Wiederum bekam ich die übliche Ansage zu hören, dass alles in Arbeit wäre und man sich mit mir in Verbindung setzen würde. Irgendwie muss er meinen Unmut raus gehört haben, als ich das leicht anzweifelte und auch sonst nicht recht einverstanden war mich schon wieder abwimmeln zu lassen. Also gab er mir eine Telefonnummer, unter der man Technikertermine vereinbaren kann. Diese ist dann folgerichtig auch wieder kostenpflichtig. Aber sowas kann man sich von 1und1 recht einfach zurückzahlen lassen.

Etwas unschlüssig über den möglichen Nutzen eines solchen Anrufs wählte ich trotzdem die Nummer und hatte ohne große Warteschleifen einen Mitarbeiter dran, der dann auch schnell feststellte, dass am 27.01. von Seiten 1und1 eine Terminvereinbarung mit einem Techniker in Auftrag gebeten worden war. Warum sich seit dem niemand die Mühe gemacht hatte, diesen Termin dann mal mit mir zu vereinbaren, konnte er mir dann aber auch nicht beantworten.

Nächsten Montag kommt dann also der Mann mit den Messgeräten zu mir ins Haus und ich bin sehr gespannt, ob danach mal alles so funktioniert, wie es soll, oder, ob ich danach wieder eine Woche gar kein Internet habe.

Kleiner Spaß am Rande: Kurz nach meinen Telefonaten kriege den ersten Anruf von 1und1 in diesen zwei Monaten – eine junge Frau wollte mir ein Maxdome-Abo aufschwatzen. Irgendwie konnte sie meine sarkastische Erheiterung über ihren Anruf nicht verstehen. :D

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Windows 7 Minianwendungen wiederherstellen

Grundsätzlich mag ich meinen Desktop möglichst aufgeräumt. Alles, was bei mir bis vor Kurzem darauf zum Einsatz kam, war das mitgelieferte Wetter Gadget von Windows 7. Im Zuge einer Aufräum- und Aussortierattacke meinerseits habe ich das allerdings nicht nur vom Desktop gelöscht, sondern gleich direkt deinstalliert. Für alle, denen sowas auch gern mal passiert, hier ein Weg, die diese und andere Windows 7 Minianwendungen ganz einfach wiederherzustellen:

MinianwendungenEinfach das Startmenü aufrufen, unten in der Suchzeile "Minianwendung" eingeben und anschließend den Punkt "Unter Windows installierte Minianwendungen wiederherstellen" anklicken. Damit werden alle von Haus aus mitgelieferten Gadgets auf ihren Ursprungszustand zurückgesetzt bzw. wieder verfügbar gemacht.

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Lohnkosten deckeln?

In die Diskussion um die Einführung einer Gesundheitsprämie (aka Kopfpauschale) schaltet sich jetzt auch der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) ein. Die Pressemitteilung liest sich wie das auf das Wesentliche reduzierte Wahlprogramm der FDP (Hervorhebungen durch mich):

”…Ich persönlich finde den Vorschlag aus Berlin klug. Denn wir müssen dringend die Lohnkosten von ständig steigenden Krankenversicherungsbeiträgen abkoppeln. Die Beiträge müssen im Interesse der Unternehmen und Arbeitsplätze eingefroren werden. Die Lohnkosten dürfen nicht weiter steigen. Aus wirtschaftspolitischen Erwägungen macht die Gesundheitsprämie deshalb durchaus Sinn. Sie sichert Arbeitsplätze und stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland."

Alles im Interesse der Unternehmen und Arbeitsplätze (aus Sicht der Unternehmen natürlich und nicht etwa aus Sicht der an diesen Arbeitsplätzen Arbeitenden). Deshalb muss das auch nur aus wirtschaftspolitischen Erwägungen Sinn machen und letztlich den Wirtschaftsstandort stärken. Interessanterweise macht sich die FDP nicht mal mehr die Mühe sich einen irgendwie gearteten sozialen Anstrich zu geben. Das Wort “sozial” taucht in der ganzen Pressemitteilung kein einziges Mal auf. Warum auch? Geht ja nur um die allgemeine staatliche Krankenversicherung. Die hat ja schon lange nichts Soziales mehr an sich.

Übrigens schön zu wissen, dass mit der Gesundheitsprämie ein Spitzenmanager ebenso viel einzahlen würde, wie der durchschnittliche blue-collar-Malocher. Aber der Manager ist natürlich in der Privaten Krankenversicherung, die es weiterhin gibt (die FDP-Wähler wollen schließlich nicht warten beim Arzt). Nur die Beitragsfreiheit seiner Kinder wird aus dem Fond mitfinanziert.

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Hohe Tour

Wann ich das erste Mal von der Hohen Tour gehört habe weiß ich nicht mehr. Jedenfalls war mir recht schnell klar, dass ich selbige irgendwann mal fahren will. Die Hohe Tour sind eigentlich viele Touren. Gemeinsam sind ihnen mit Altenberg (bzw. Zinnwald) im Osterzgebirge der Start- und mit Schöna in der Sächsischen Schweiz der Zielort.

Hintergrund

Wenn man dem Mitteilungsblatt des SBB glauben darf, wurde die Tour als solche erstmals 1958 von Uli Vogt und Hasso Linke gefahren. In drei Tagen fuhren sie damals von Schellerhau im Erzgebirge nach Schmilka in der Sächsischen Schweiz komplett auf deutscher Seite. Die Streckenführung änderte sich im Laufe der Jahre – der Ausgangspunkt wurde meist Altenberg oder Zinnwald statt Schellerhau – der Name Hohe Tour setzte sich aber fest.

Heute wird die Strecke meist überwiegend auf der tschechischen Seite der Grenze gefahren. Hier ist der Wegverlauf weniger anstrengend und das Höhenprofil führt mehr abwärts als bergauf. Wenn ich mich nicht sehr verrechne, ergibt das immer noch eine Gesamtstrecke von etwa 50km.

Die Tour

Als mich Arne in der letzten Woche anspricht, ob wir nicht am Wochenende mal die Hohe Tour angehen wöllten, denke ich erst mal: Oha, jetzt wird’s ernst! Ich habe in diesem Winter erst einmal auf Skiern gestanden, Arne meines Wissens noch gar nicht. Einen Moment später kommt aber schon eine jetzt-oder-nie-Stimmung auf. Aus dem geplanten Sonntag wird der folgende Dienstag, also der 19.01.2010.

Zunächst stehen die Sterne nicht allzu günstig für uns. War am Sonntag noch Winterwetter bis nach Dresden hinein, fängt am Montag das große Tauen an. Mehrere tour-erfahrene Freunde raten uns dann auch vom Versuch zu fahren ab, da sie meinen in den tieferen Lagen würde nicht mehr genug Schnee liegen.

Arne hat sich nun aber schon Skier besorgt und ich habe meine gewachst und vorbereitet. Also beschließen wir trotzdem hoch zu fahren, das Wetter und den Schnee zu begutachten und im Zweifelsfall einfach so eine schöne Runde zu laufen.

Um 6.44 Uhr stehen also zwei absolute Skiamateure, ohne genaue Vorstellungen, was sie gleich erwartet, an der Bushaltestelle am Hauptbahnhof in Richtung Zinnwald. Mit uns steigen noch zwei weitere Skifahrer ein. Das Wetter sieht ganz gut aus und die Stimmung ist es auch.

In Zinnwald bietet sich dann allerdings erst mal ein anderes Bild: der häufig anzutreffende dichte Nebel des Erzgebirgskamms hüllt uns ein. Ganz toll! Das erleichtert die im Winter nicht immer einfache Wegfindung nicht gerade. Eine durchgehende Karte für die Strecke gibt es nicht. So haben wir nur Stückwerk in Form einiger Ausdrucke dabei, die ein kleines Teilstück der Strecke auslassen, was wir als nicht tragisch ansehen. Das soll sich noch als Fehler erweisen.

So sind wir zunächst sehr froh, als sich nach einem kurzen Gespräch schnell klärt, dass unsere beiden Mitfahrer das gleiche Ziel wie wir haben. Für uns hat das den Vorteil, dass wir ihnen erst mal ein gutes Stück weit die Straße nach Cinovec zu Fuß folgen können, bis wir kurz hinter dem Kreisverkehr unsere Skier anschnallen und in Richtung Mückentürmchen (Komáří hůrka) aufbrechen.

Die Strecke führt uns in frischen Loipen über den wunderschön verschneiten Erzgebirgskamm, durch herrliche Winterwälder und traumhafte Ruhe. Die Skier laufen gut, nur Arne kämpft etwas mit seinen Leihgeräten, die nicht ganz so gut gleiten. Nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir mit dem Mückentürmchen den ersten Etappenpunkt und frühstücken kurz.

Weiter geht’s nach Aldolfsgrün (Adolfov) meist über freies Gelände, wovon wir aber aufgrund des immer dichter werdenden Nebels fast nichts sehen. Die Sichtweite schwankt um die 20 Meter. Wir halten uns entlang der Holzpfosten und wenigen Bäume und wir sind sehr froh, dass kurz vor uns jemand gespurt hat.

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Hinter Adolfgrün biegt die Strecke nach rechts ab. Eine große Wanderkarte, die dort hängt erspart uns einen großen Umweg. Unser Kartenabschnitt für diesen Teil der Strecke ist doch mehr als ungenau und würde uns die Straße entlang führen.

So biegen wir also rechts ab und halten uns zunächst immer am Waldrand im gut gespurten Gelände. Irgendwann biegt auch dieser Weg in den Wald ab und wir genießen die erste längere Abfahrt, das heißt, ich genieße – Arne muss trotzdem schieben.

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Zunächst ist die Wegfindung recht einfach. Später sind wir wieder sehr dankbar für die Spuren, die uns durch teilweise recht kleine und wenig beschilderte Waldwege führen. Wir kreuzen die erste Straße nach Krásný Les (Schönwald), nur um nach wenigen weiteren Kilometern auf die zweite Straße zu treffen, die in den Ort führt.

Hier verpassen wir es uns weiterhin rechts am Waldrand zu halten und fahren stattdessen der schön zu befahrenden Straße in Richtung Krásný Les. Als von links die vor wenigen Kilometern überquerte Straße einmündet ist Schluss mit lustig. Die Straße ist komplett schneefrei. Ab hier müssen wir auf das Feld ausweichen, welches uns mit 40cm feinstem Pappschnee begrüßt. So wird die  gedachte Abfahrt ins Dorf verdammt anstrengend.

Unten angekommen werfen einen Blick auf die Karte und kriegen bestätigt, was wir schon vermuten: wir sind vom Weg abgekommen. Nach kurzer Überlegung beschließen wir ein Stück weit die Straße lang zu laufen um so wieder auf den richtigen Weg zu treffen. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich meine Laufschuhe im Rucksack mit mir rumschleppe und so nicht den Skischuhen auf der Straße langtrappeln muss. Nach etwa 4km erreichen wir den Ortseingang von Petrovice und merken, dass wir immer noch zu weit nördlich sind. Zumindest glauben wir ungefähr die Richtung abschätzen zu können, in die wir müssen.

Als wir zur nächsten Straße laufen, der wir eigentlich folgen wollen, entdecken wir auf der anderen Straßenseite einen Waldweg mit Skispuren und beschließen, dass wir genug gelaufen sind. Als die Spuren allerdings nach wenigen hundert Metern vom Weg weg in den Wald abbiegen sind wir schon nicht mehr ganz sicher, ob die Entscheidung gut war. Umdrehen kommt aber auch nicht in Frage. Also folgen wir der einsamen Spur querfeldein durch Wald und Tiefschnee. Schnell merken wir, dass sich unser Vorgänger wohl auch nicht ganz sicher war, was die Wegfindung anging. Recht schnell steuern die Spuren auf den Waldrand zu, was uns hoffen lässt. Leider führen sie von dort weiter in ein militärisches Sperrgebiet, wo wir uns nicht recht rein trauen. Nach einigem Überlegen beschließen wir die im wahrsten Sinne des Wortes querfeldein-Variante zu versuchen und uns in Richtung der Windräder durchzuschlagen, die wir auf der andern Seite des Feldes sehen. Der Schnee ist tief, schwer und pappt an den Skiern. Das Spuren ist auf diese Art extrem anstrengend. Dazu setzt jetzt noch Schneetreiben mit dichtem, nassem Neuschnee ein. So weichen wir langsam aber sicher von innen und außen durch.

Nach ungefähr einem halben Kilometer und einer gefühlten Ewigkeit finden wir auch an den Windrädern nicht den erhofften Weg vor. Ein vergeblicher Abstecher in den nahe gelegenen Wald kosten zusätzlich Kraft und Zeit. Schließlich stapfen wir noch etwa einen Kilometer weiter durch den Tiefschnee in Richtung der Straße nach Tisá. Es geht bergab, doch wir merken davon nichts. Meine Motivation erreicht einen Tiefpunkt, so dass ich im Kopf schon Abbruchvarianten ins Bielatal durchspiele. Als wir an der Straße sind wir froh, die Skier vorerst abschnallen und den letzten Kilometer nach Tisá laufen zu können.

Hier sollte man etwa um die Mittagszeit ankommen. Unsere kleine Waldläufereinlage hat uns aber einiges an Zeit gekostet. So ist es schon gegen 14 Uhr, als wir das erste Restaurant entern, das wir sehen. Wir wärmen uns auf, trocknen unsere durchgeweichten Sachen und lassen uns den Gulasch mit Knödeln schmecken.

Tisá ist ungefähr die Halbzeitstation der Tour. Wenn wir also so langsam weiterlaufen, wie bisher wird es sehr spät werden. Aber ab hier haben wir wieder Kartenmaterial zur Verfügung. Außerdem habe ich ab hier recht genaue Infos von einem Kollegen über den Weiterweg. So packen wir nach einer guten Stunde kurz vor 15 Uhr unsere Rucksäcke und folgen erst mal wieder zu Fuß der Straße in Richtung Schneeberg (Sněžník). Eine Loipe an der Straße gibt es natürlich nicht und die Straße selbst hat zwar eine geschlossene Schneedecke, ist aber auch mit Splitt gestreut. Das will ich meinen Skiern dann doch nicht antun. So laufen wir also nochmal etwa 7km zu Fuß.

Vom Hohen Schneeberg selbst sehen wir zwar nichts, aber die Straße führt in gerader Linie auf ihn und somit unseren Weiterweg zu. Hier soll es auf halber Höhe einen Weg geben, der im Linksbogen um den Berg führt und uns somit entweder Straßenumweg oder Totalaufstieg erspart.

Wir sind uns zwar alles andere als sicher richtig zu gehen, als wir an einer kleinen Sitzgruppe links in den Wald abbiegen, aber immerhin gibt es recht frische Skispuren. Denen folgen wir dann auch auf Gedeih und Verderb. Viele Möglichkeiten haben wir auch nicht. Rechts geht es steil hoch, links ebenso steil runter. Dazu hat uns der Nebel wieder eingeholt und bedenkt uns jetzt statt mit Neuschnee mit Sprühregen. Meine Brille ist alle 50m beschlagen, es wird langsam dunkel und irgendwie drängen sich mir Bilder von Frodo auf dem Weg nach Mordor auf.

Irgendwann treffen wir wieder auf "richtige" Wanderwege und verabschieden uns nach links vom Hohen Schneeberg. Nach einigen steilen Abfahrten auf schmalen Hohlwegen überqueren wir die Straße und folgen dem Weg geradeaus in den Wald nach MaxiČky (Maxdorf).

Mittlerweile ist es dunkel geworden. Nach wenigen Metern halten wir noch einmal an und kramen die Strinlampen aus dem Rucksack. Das Licht macht das Weiterfahren zwar leichter, aber unser Universum schrumpft auf den Radius von etwa 10 Metern. Das ist die Sichtweite, die uns bei dem Nebel bestenfalls bleibt.

Zum Glück müssen wir bis MaxiČky keine weiteren Abzweigungen finden. Mit meiner immer noch dauerbeschlagenen und verregneten Bille ist schon das einfache Skifahren eine Herausforderung. An Wegfindung will ich gar nicht denken. Auch Arne kämpft immer noch mit seinen stumpfen Skiern und dem schlechter werdenden Schnee. Mein Zeitgefühl geht völlig verloren, als wir im Dunkeln durch den Wald fahren.

So sind wir froh irgendwann endlich die Lichter von MaxiČky zu sehen. Wir legen die letzte kleine Pause ein und biegen nach links auf die Dorfstraße ein. Die ist zum Glück gut befahrbar und führt uns zunächst leicht ansteigend direkt aus dem Ort hinaus in den Wald. Wir folgen ihr bis zu ihrem auf der Karte verzeichneten Ende und von da an, obwohl von nun an nur noch als Pfad eingezeichnet, ohne einen wirklichen Unterschied zu merken geradeaus weiter in Richtung Böhmisches Tor und Großer Zschirnstein. Der Weiterweg über Gliedenbachweg und dann rechts in Richtung Schöna ist auch im Dunkeln kaum zu verfehlen.

Wir entscheiden uns für den Weg durch Schöna, da wir nicht riskieren wollen beim Rechtsbogen über die Felder rings um den Zirkelstein keine Spuren vorzufinden. Um Punkt 19 Uhr stehen wir auf dem Parkplatz in Schöna vor dem Zirkelstein. Wirklich fit sind wir beide nicht mehr, aber froh und ein wenig stolz die Tour trotz aller Widrigkeiten doch durchgezogen zu haben.

Die Hohe Tour ist technisch nicht besonders schwer. Vor allem sind keine größeren Steigungen zu bewältigen. Aber sie ist lang und das macht sie zumindest für untrainierte Leute anstrengend. Im Zug nach Dresden sitzend bin ich mir ganz sicher, dass ich diese Tour nicht noch einmal fahren werde.

Heute, zwei Tage später, bin ich vor allem erstaunt, dass der Muskelkater schon fast weg ist. Zwischenzeitlich habe ich eine Karten angeschaut und mir jetzt auch über die Wegführung rings um Tisá einigermaßen sicher. Nächstes Jahr wird die Tour dann "richtig" gemacht. ;)

Tipps

Für alle, die auch vorhaben, die Hohe Tour zu laufen hier einige Tipps:

Sinnvolle Dinge zum Einpacken

  • Verpflegung und Energieriegel. Die Zeit zum Einkehren bleibt nicht allzu oft. Ich habe mich von 6 Snickers und zwei Bananen ernährt.
  • Stirnlampe!!! Vor allem zu Hause die Batterien überprüfen. Bei kalten Temperaturen halten die nicht immer sehr lange. Eventuell Ersatzbatterien einstecken.
  • Wer hat kann auch einen Kompass einstecken. Im erzgebirgischen Nebel kann der unter Umständen hilfreich sein.
  • Wechselklamotten. Zumindest einen warmen Pullover sollte man noch zusätzlich einstecken. Wenn man in Schöna mal länger auf den Zug warten muss, wird man sich drüber freuen.
  • Leichte Laufschuhe. Wenn man sich doch mal verfährt läuft es sich so einfach angenehmer.
  • Gamaschen. Wichtig, um trockene Füße zu behalten.

Überflüssiges

  • GPS. Die Wegfindung gehört zumindest für mich zur Tour dazu und macht einen guten Teil ihres Reizes aus. Wenn das selbst zwei völlig ortsunkundige, mit schlechten Karten ausgerüstete Typen wie wir gefunden haben kann das Jeder!

Karten

Um die ganze Strecke abzudecken muss man mehrere Karten kombinieren. Meist sind dabei drei Abschnitte nötig:

  • Abschnitt Osterzgebirge: von Altenberg etwa bis Adodfov
  • Abschnitt rund um Tisá: von Adolfov bis Schneeberg
  • Abschnitt Sächsisch-Böhmische Schweiz: vom Schneeberg bis Schöna

Hierfür gibt es zum Beispiel tschechische Karten von Shocart (Blätter drei und acht), Kompass Karten (Osterzgebirge und Sächsich-Böhmische Schweiz) oder Karten der Sachsen Kartographie GmbH (ebenfalls Osterzgebirge und Sächsich-Böhmische Schweiz oder gleich die Langlaufkarte für das Osterzgebirge) und anderen Anbietern. Ein Blick auf die teils unterschiedlichen Maßstäbe lohnt sich, damit man sich nicht unterwegs in den Entfernungen arg verschätzt.

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Dresden hat es mal wieder geschafft

Und sich mal wieder die geballte mediale Aufmerksamkeit verschafft, indem die Räumlichkeiten des Bündnisses Dresden Nazifrei durchsucht wurden und jede Menge ganz ganz pöse Plakate beschlagnahmt wurden, die zur Blockade der Nazi-Demo am 13. Februar aufriefen.

Dummerweise sind die Schlagzeilen, die seit gestern durch die Presseagenturen tickern so ein weiteres mal bräunlich eingefärbt. Noch ein Grund mehr gegen die Bekloppten auf die Straße zu gehen. Trotzdem wird es langsam einfach nur peinlich für die Stadt. Da wird auch kein organisiertes Händchenhalten viel ausrichten können.

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Einmal wie Uwe Tellkamp

Zur letzten Lesebühne Sax Royal las Michael Bittner im Stile von Uwe Tellkamp. Großes Kino. Danke Micha für diesen großartigen Text! Nachzuhören auf MySpace.

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