Neues Statistiktool Piwik
Bei vielen Google Webanwendungen frage ich mich schon lange, wann sich endlich mal jemand hinsetzt und den ganzen Kram einfach kopiert. Ist doch in Zeiten des Web 2.0 keine Seltenheit und es gibt genug Beispiele, bei denen das gut funktioniert hat. Piwik macht nun genau das und bietet eine open source Alternative zu Google Analytics - na endlich!
Der große Unterschied ist dabei, dass Piwik auf dem eigenen Webspace installiert wird. Die Besucherdaten werden also nicht mehr auf einen fremden Server übertragen, vor allem nicht auf den von Google.
Hervorgegangen aus phpMyVisites, ist Piwik momentan in der öffentlichen alpha-Phase, kann also heruntergeladen und ausführlich getestet werden. Wer nicht die Katze im Sack installieren will, kann sich auch erstmal die Onlinedemo ansehen und dann entscheiden. Ich habe genau das getan und bin selbst in diesem frühen Stadium der Entwicklung sehr angetan von dem Tool. Es bietet bereits alle wichtigen grundlegenden Infos, wie das obligatorische Diagramm der letzten Seitenbesucher.
Sehr gut gefällt mir, dass man sich die verschiedenen Infos als Tabelle, Kreisdiagramm, Balkendiagramm oder Tagcloud (s. Bild) anzeigen lassen kann. Das spart Platz und bietet gute Übersicht. Hier kommt viel Flash und Ajax zum Einsatz. Eine tolle Sache vor allem für Blogbetreiber ist die Einbindung von Feedburner-Feed-Statistiken.
Natürlich kann die Oberfläche von Piwik fast beliebig verändert werden. Die einzelnen Infoboxen sind verschieb- und löschbar. Das Pluginkonzept lässt darauf hoffen, dass sich eine Community rund um Piwik bildet, die das Programm mit Plugins versorgt. Über die offene API kann man z.B. Daten und Charts in eine Webseite integrieren.
Ich für meinen Teil habe mich nun endgültig von Google Analytics verabschiedet und bin gespannt, wie die Entwicklung von Piwik weitergeht. Die Betaversion ist ja schon für April geplant.
Konzentrierte Photovoltaik

Foto: SolFocus, Inc.
Eines der Probleme von Photovoltaikanlagen ist ihr Rohstoffverbrauch. Für die einzelnen Solarzellen wird in großem Umfang Silizium benötigt. Dieses muss in sehr reiner Form vorliegen und stellt so einen großen Kostenfaktor bei der Herstellung der Panele dar.
SolFocus löst dieses Problem nun mit einer Art Parabolantenne für Sonnenlicht. Die einfallende Strahlung wird vom großen Spiegel auf einen kleinen, mittig angebrachten Spiegel reflektiert und von da auf eine sehr kleine Solarzelle. So muss nur 1/1000stel des aktiven Materials einer herkömmlichen Solarzelle verwendet werden. Die Spiegel bestehen zu 95% aus Glas und Aluminium, die weit günstiger sind, als Silizium.
Greenpeace-Studie zu Green Electronics
Greenpeace hat heute auf der Cebit die Ergebnisse einer Studie (ca. 1 MB) zum Thema umweltfreundliche Elektronikprodukte. Dabei wurden Desktop PCs, Laptops, Handys, Spielkonsolen und PDAs hinsichtlich enthaltener giftiger Chemiekalien, ihrer Energieeffizienz, dem Produktlebenszyklus und weiterer Kriterien untersucht.
Hier mal einige Ergebnisse und Kritik in Kurzform:
- In drei der fünf Produktkategorien konnte sich Sony durchsetzen und ist damit der Einäugige unter den Blinden, denn als bestes aller getesteten Produkte konnte das HSony Ericsson T650i gerade mal 5,3 von 10 möglichen Punkten erreichen. Alle anderen Geräte lagen unter diesem Wert!
- Die Teilnahme an der Untersuchung war freiwillig (klar!). Viele große Hersteller, darunter Acer, Apple, Asus, Microsoft, haben sich nicht an der Studie beteiligt!
- Spielkonsolen konnten nicht getestet werden, weil kein Hersteller ein Modell zur Vergügung gestellt hat.
- Die Hersteller konnten ihre untersuchten Produkte selbst auswählen, also ihre umweltfreundilchsten Produkte einreichen. So gesehen wird der Bestwert von 5,3 Punkten noch erschreckender, da davon auszugehen ist, dass alle anderen Geräte schlechter abschneiden.
Insgesamt ergibt sich also ein sehr trauriges Bild, was umweltfreundiche IT-Technik angeht. In der Studie werden nur Umweltaspekte betrachet. Für eine umfassende Untersuchung der Nachhaltigkeit müsste man z.B. soziale Kriterien, wie die Arbeitsbedingungen in den Herstellerfabriken mit einbeziehen (nicht als Kritik, nur als Anregung gedacht).
[via: Greenpeace Cebit Blog]