Martin am 24. August 2008

Eine sinngemäße Auslegung des Begriffs Nachhaltigkeit besagt, dass die heutige Generation ihre Bedürfnisse so befriedigen soll, dass zukünftige Generationen ebenfalls noch in der Lage sein werden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Wenn man sich die in dieser Woche veröffentlichte Studie der TU Dresden zu Waldschlösschenbrücke bzw. -tunnel anschaut, haben die Dresdner von diesem Prinzip offensichtlich noch nichst mitbekommen. Die Zustimmung zu einer Brücke am Waldschlösschen liegt in der Altersgruppe der 25-44jährigen bei 44%, die der über 65jährigen bei fast 70%! Pensionäre, Ruheständler und Rentner sprechen sich ebenfalls mit 70% für die Brücke aus.

2 Kommentare zu “Nachhaltigkeit - (K)ein Beispiel”

  1. Ich kann die alten verstehen. Haben sie den Alten doch Alles im Krieg zerschossen.

    Unendlich viel Arbeit haben sie daraufhin wieder in den Aufbau gesteckt. Die haben dieses Aufbau-dingens im Kopf. Die kennen nur eins: Vorwärts, weiter, höher und schneller.

    Die hatten nie die Ruhe, sich einfach mal zurückzulehnen und zu schauen, was da war und was für die Zukunft da sein muss.

    Dann ist auch klar, warum sie es nicht verstehen, wenn die Jugend sagt, dass mal ein Schritt kürzer getreten werden soll. Da fühlen die Alten sich vielleicht auch in ihrer Aufbauehre gekränkt.

    Das müsste man echt mal jemand untersuchen. Meine Worte sind ja nur Vermutungen.

  2. Hmm…so ähnlich stell ich mir das auch vor. Und genauso wurde es ja auch von den Brückenbeführwortern kommuniziert: Brücke bauen und alles wird gut, keine Brücke und keine Auto wird sich mehr in der Stadt vorwärts bewegen. Schade, dass sich so viele Leute so leicht einlullen lassen von Politikerrhetorik.

    An einer konkreten Untersuchung wäre ich auch mal interessiert.

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