Dieser Beitrag wurde bereits vor ca. einem Jahr von mir auf einem anderen Blog als Beitrag zum Blog-Karneval “Urbane Gärten” von Reto Stauss veröffentlicht. Da die Gartensaison vor der Tür steht stelle ich den Beitrag hier noch einmal ein.
Ok, ich gebe zu, dass dies ist kein Thema, welches sich reinweg auf Urbane Gärten bezieht. Da aber gerade in Städten Platz im allgemeinen Mangelware ist, ist vielleicht gerade der Quadratgarten eine interessante Lösung. Außerdem kann man so eventuell sogar den eigenen Balkon oder die Terasse zu einem Gemüselieferanten umfunktionieren.
Im Grunde ist die Sache ganz einfach. Der Quadratgarten verzichtet auf alles, was überflüssig ist, also nicht für den Gemüseanbau verwendet wird. Es wird also ein quadratisches Beet mit einer Seitenlänge von 1,2m angelegt. Alles darüber ließe sich in Ermangelung von Wegen schlecht bearbeiten. Kleiner sollte das ganze aber auch nicht sein, schließlich will man ja auch noch etwas ernten. Diese 1,2m x 1,2m Quadrat unterteilt man nun, mit Stöcken, Fäden, Steinen oder ähnlichem, in 16 Unterquadrate. Die haben dann logischerweise eine Länge und Breite von je 30cm.
Diese Quadrate bepflanzt man nun jeweils mit Gemüse eigener Wahl. Hier mal ein Richtwert, was man so pro Quadrat rechnen kann:
- 16 Radieschen oder
- 9 Buschbohnen oder
- 9 Kohlrabi oder
- 4 Salatköpfe oder
- 2 Gurken oder
- 1 Papirka oder
- 1 Tomate oder
- 1 Brokkoli oder
- 1 Blumenkohl.
Nimmt man also alle 16 Quadrate zusammen, kommt schon ein schönes Ergebnis raus. Beachten sollte man allerdings, dass sich die Pflanzen nicht gegenseitig das Licht wegnehmen. Also nicht unbedingt die Tomaten in die Mitte des Beetes stellen. ;)
Die Vorteile dieser Anbaumethode sind vielfältig. Den geringen Platzverbrauch hatte ich eingangs schon erwähnt. Dieser macht den Quadratgarten eben auch für Städter interessant. Da “unnütze” Flächen wie Wege zwischen den Beeten wegfallen, und auch der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen so gering wie möglich ist, spart man einiges an Wasser gegenüber einem herkömmlichen Beet. Und wo kein Platz ist, kann auch kaum Unkraut wachsen. Der Pflegeaufwand hält sich also ebenfalls in überschaubaren Grenzen.
Aufmerksam geworden auf Quadratgäten bin ich durch eine Info des BUND. Selbst habe ich leider noch keine echten Quadratgartenerfahrungen. Allerdings wird auf unserem Balkon im Sommer auch jeder bepflanzbare Zentimeter genutzt. Zumindest Unkraut hatten wir noch nie.
18. März 2008 um 14:37 Uhr
Der Quadratgarten ist zwar für Leute mit wenig Platz eine gute Möglichkeit sich eigenes Gemüse anzubauen. Aber die grundsätzliche Arbeit mit der Pflege eines Gartens wird dadurch nicht unbeding weniger.
18. März 2008 um 16:17 Uhr
Dass so ein Garten gar keine Arbeit macht, wollte ich auch nicht sagen. Aber wenn ich mir den mütterlichen, recht großzügig bepflanzten Garten anschaue und mit einem Quadratgarten vergleiche, wird da der Platz doch sehr gut ausgenutzt. Bleibt also wirklich nicht viel Platz für Unkraut ;)