Mehr als 80% Ökostromanteil in Sachsen bis 2020 möglich

Die sächsischen Grünen haben eine Studie in Auftrag gegeben, die belegen sollte, dass es möglich ist, dass Sachsen bis 2020 30% seines Stromverbrauchs aus regenerativen Energiequellen deckt. Beauftragt wurde dafür der Verein zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien in Sachsen (VVE Sachsen e.V.). Die Leitung der Studie übernahm der frühere Klimaschutzreferent im Landesamt für Umwelt und Geologie, Hans-Jürgen Schlegel (CDU).

Das nun vorliegende Ergebnis der Studie geht weit über das eigentliche Ziel hinaus. So können bis zum Jahr 2020 82% des derzeitigen Stromverbrauchs durch regenerative Energien (Windenergie, Photovoltaik, Biomasse / -gas) erzeugt werden können, wenn ihr Potential ausgeschöpft wird. Die Annahmen der Studienautoren sind dabei eher konservativ gewählt. So ist z.B. der von die Bundesregierung angestrebte Verringerung des Stromverbrauchs um 11% bis 2020 nicht berücksichtigt.

Sachsen sollte also endlich ihre Energiepolitik zugungsten von zukunftsträchtigen erneuerbaren Energieträgern umstellen, anstatt weiterhin die Braunkohle zu subventionieren.

Die Studie steht im Internet in kompletter Form oder als Eckpunktepapier zum Download bereit.

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  • 2 Kommentare

    1. Erstellt am 8. Januar 2009 um 16:51 | Permanent-Link

      Hallo Zusammen,
      Regenerative Energieerzeugung. Wer das ausspricht hat erst mal Recht.
      Zumindest bei den Grünen! Nichts gegen eine saubere Umwelt, wer will das nicht, aber Dresden in einem Wald von Windkrafträder zu verwandeln will auch keiner. Und Photovoltaik? Hört sich schon besser an, aber wer weiss schon wieviel Energie zur Herstellung von Solarzellen nötig ist, wieviel Gifte dabei anfallen und wie hoch die Lebensdauer diese Elemente ist.
      Naja, für die Zukunft darf man ja gespannt sein, auch darauf, ob die verteufelte Kernenergie nicht doch am ehesten geeignet ist den stetig steigenden Energiebedarf zu decken. Die Energie-Abhängigkeit von anderen Staaten halte ich jedenfalls für problematisch. Der Einkauf von Energie welche mit Kernkraft erzeugt wurde, nur damit einige wichtige Leute sagen können “Wir sind gegen Kernkraft in unserem Land” ist meines dumm und scheinheilig.
      Viele Grüße

    2. Erstellt am 8. Januar 2009 um 17:04 | Permanent-Link

      Alternativ könnte man auch sagen, wer Atomstrom ausspricht hat bei wirtschaftslastigen Parteien ebenso pauschal recht. Also lassen wir das lieber. ;)

      Auch sprach hier niemand davon Dresden mit Windrädern zuzupflastern oder die Dresdner Heide zugunsten von Photovoltaikanlagen zu roden. Sachsen ist größer als Dresden. Und momentan werden nicht unerhebliche Flächen durch Braunkohle und ihre Verbrennung verunstaltet. Wenn ich dort zwischen Kohle und Windrädern wählen könnte, würde mir die Entscheidung sicherlich nicht schwer fallen.

      Und was die ach so saubere Atomenergie betrifft…auch Uran muss abgebaut werden und ist eine endliche Ressource. Bedingt durch den immer höheren Bedarf weltweit steigen die Kosten und der technische Aufwand der Urangewinnung in Zukunft immer stärker. Somit kann auch hier nicht mehr die Rede von einem klimaneutralen Brennstoff sein. Von der Endlagerproblematik mal ganz zu schweigen.

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