Bei SpOn lese ich gerade, dass die große Koalition nächste Woche eine Neuregelung der Kfz-Steuer beraten will. Geplant sind Aufschläge für alte Autos bzw. solche mit hohem CO2-Ausstoß.
Der Gedanke ist dabei gar nicht mal so verkehrt. Ein solches System stetzt Anreize für Autofahrer, den CO2-Ausstoß beim Neukauf eines Wagens stärker zu berücksichtigen. So werden die Autohersteller indirekt gezwungen, sich ebenfalls mit dem Thema auseinanderzusetzen, was ja besonders die deutschen Autobauer gern vermeiden und lieber schönreden.
Das Problem liegt mal wieder in der Höhe der Beträge. 1,25 Euro pro 100 Kubikzentimeter Hubraum werden für ältere Fahrzeuge fällig. Für Neuzulassungen ab 2009 gilt ein Staffelsystem von 1,80 bis zu 2,60 Euro pro Kubikzentimeter, je nach CO2-Ausstoß. SpOn kommt so auf durchschnittliche Mehrkosten von 21 Euro pro Jahr für Benziner und 26 Euro für Diesel. Für eine 5l-Maschine eines großen SUV summiert sich das auf 130 Euro pro Jahr. Diese dürfte jemand, der knapp 80.000 Euro für sein Auto ausgibt allerdings eher aus der Portokasse bezahlen. Gemessen an den wirklichen externen Kosten, die durch den PKW-Verkehr entstehen, sind diese Aufschläge nur der Tropfen auf den heißen Stein. Diese liegen nämlich bei 2,9 Cent/km.
Wenn man also den Durchschnittsaufschlag auf die bisherige Kfz-Steuer mal einfach mit 30 Euro pro Jahr pro PKW ansetzt, werden damit gerade mal die tatsächlichen Kosten von rund 1.000 km Fahrstrecke gedeckt. Wahrscheinlich muss man das allerdings in Autodeutschland schon schon als Erfolg werten.
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