Martin am 24. August 2008

Wenn man, wie ich, sein Fahrrad als Hauptverkehrsmittel nutzt, hat man natürlich ein gesteigertes Interesse daran, dass selbiges nicht geklaut wird. Also liegt die Anschaffung eines hochwertigen Schlosses nahe. Allerdings liegt dieser Kauf bei mir ungefähr 13 Jahre zurück.

Das damals erworbene Kryptonite Bügelschloss ist bis heute an meinem Rad im Einsatz und tut seinen Dienst ohne Probleme. Beim Kauf lagen dem Schloss die üblichen beiden Schlüssel bei. Diese sind ähnlich robust wie das Schloss. Trotzdem hat sich im letzten Jahr einer von beiden in die ewigen Jagtgründe verabschiedet. Zu meinem Glück direkt vor meiner Haustür. Denn so schön ein sicheres Schloss auch sein mag, wenn das Rad angeschlossen ist und der Schlüssel nicht mehr funktioniert, steht man im Zweifelsfall erstmal ziemlich dumm da. So ist bei mir also seit etwa einem Jahr der zweite mitgelieferte Schlüssel im Einsatz.

Seit dem fährt allerdings immer die leichte Sorge mit, was passiert, wenn auch dieser Schlüssel kaputt gehen sollte, oder ich ihn schlicht und ergreifend verliere. So ein Bügelschloss zu knacken macht bestimmt große Freude, wobei man wahrscheinlich der Polizei mehrmals erklären darf, dass man da gerade an seinem eigenen Fahrrad rumbastelt.

Nun ja, zum Glück bietet Kryptonite ja die Möglichkeit Schlüssel nachzubestellen. Über die Firmenwebseite ist das auch problemlos möglich - zumindest theoretisch. Zur Auswahl stehen vier Schlüsseltypen, die man für wenig Geld bestellen kann. Nur meiner war leider nicht aufgelistet.

Also schrieb ich vor ca. einer Woche eine Mail an Kryptonite, in der ich mein Anliegen schilderte und mich nach dem Preis für “meinen” Schlüssel erkundigte. Die Antwort war so kurz wie unerwartet:

Martin,

Let us know your mailing address and we can have a pair of keys sent out at no charge under our key safe program.

Heute kam der Brief aus den USA mit zwei nagelneuen Schlüsseln zum Preis von 0,00$ für mein gutes altes Schloss. Ein ganz großes DANKE dafür! Schön, dass zumindest einige Unternehmen Kundenservice wirklich ernst nehmen.

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2 Kommentare zu “Kundenservice (1)”

  1. Martin, ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie Du und mich auch über den Kryptonite-Kundendienst gefreut. Dagegen war ich neulich in der “Zeitreise”, dem Radebeuler DDR-Museum. Eine Frau hatte eine Packung Halloren im Museums-Shop mit “original” DDR-Produkten gekauft und beschwerte sich an der Kasse über den merkwürdigen Geschmack der Schokolade. Statt ihr den Betrag zu erstatten, wurde sie darüber belehrt, “da könnte ja jeder kommen, eine Praline essen und dann sein Geld zurückfordern!. Zeitreise? In der Tat!

  2. Mit “Zeitreise” hat das wohl leider wenig zu tun. Viel eher mit deutscher Kundendienstnormalität. Wirklich schade, dass es sich zu vielen Unternehmen noch nicht herumgesprochen hat, dass die Kunden schlechte Erfahrungen viel eher weitersagen, als gute.

    Die Serie wird übrigens fortgesetzt, sowohl mit guten, als auch mit herrausragend schlechten Beispielen.

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