Rad ab! Folge 1 – Winter

Es ist Winter! Nein, um genau zu sein herrscht für Dresdner Verhältnisse ein arschkalter, sibirischer Winter. Diese von mir eigentlich geschätzte Jahreszeit ist aber für den radfahrenden Teil in mir einfach nur nervig und bisweilen gefährlich. Trotzdem standen am Ende der letzten Woche 64 gefahrene Kilometer auf dem Tacho.

Zunächst mal wäre da die allgegenwärtige Kälte. Die stellt zwar grundsätzlich mein geringstes Problem beim Radfahren dar, aber unter 10 Grad Minus wird’s schon irgendwie komisch, wenn man beim Einatmen das Gefühl hat, die Nase würde direkt einfrieren. Wenigstens kommt man bei den Temperaturen nicht mehr überall durchgeschwitzt an.

Wesentlich schlimmer als die Kälte ist der Schnee. Im Erzgebirge darf der gern meterhoch liegen, aber muss das wirklich in Dresden sein? Schnee ist so ziemlich das unangenehmste am Fahrradwinter überhaupt. Der örtliche Winterdienst schafft es zwar meist zumindest die Hauptstraßen einigermaßen befahrbar zu gestalten, vergisst dabei aber in schöner Regelmäßigkeit die Radweg oder schiebt den Schnee von der Straße so geschickt auf die Radwege, dass die noch voll Schnee liegen, wenn ringsherum schon alles weggetaut ist. Von Nebenstraßen will ich mal gar nicht reden. Die sind größtenteils gar nicht befahrbar, weil sich ein grau-braunes Schnee-Dreck-Gemisch ansammelt, dass die Reibungswerte von Schmierseife aufweist. So ist mal also gezwungen, die Hauptstraßen zu nutzen.

Zum Glück scheinen viele Autofahrer Mitleid mit dem strampelnden Wesen vor ihnen zu haben. Zumindest sind mir in den letzten zwei Wochen weit mehr rücksichtsvoll überholende Autofahrer begegnet, als sonst üblich. Aber es gibt natürlich auch die Gruppe der Ar***geigen. Die können es sich nicht verkneifen vor oder während des Überholens nochmal kräftig zu hupen und einen auf dicke Hose zu machen, weil sich da jemand erdreistet sie zum Abbremsen zu bringen. Momentan zählen diese Gestalten jedoch glücklicherweise zu einer kleinen Minderheit und werden nochmal nett angelacht, wenn ich sie an der nächsten Ampelschlange wieder überhole.

In dem Sinne…Hals- und Beinbruch allen winterresistenten Pedaletretern.

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  • 2 Kommentare

    1. Erstellt am 16. Januar 2009 um 08:48 | Permanent-Link

      Das Problem kommt mir irgendwie doch sehr bekannt vor… Bei uns sieht es leider auch nicht anders aus, alle Nebenstraßen, also die, in denen scheinbar die meisten Leute wohnen, sind kaum oder gar nicht geräumt. Heißt also erst mal Rad schieben, bis man auf halbwegs befahrbares Terrain kommt. Die Kälte ist das zweite Problem, was mir bei den Temperaturen, die die letzten Tage herrschten echt Probleme bereitet hat. Aber es geht irgendwann vorbei und dann kommen auch wieder schönere Tage.

    2. Erstellt am 20. Januar 2009 um 19:56 | Permanent-Link

      Rad fahren bei diesem Wetter? Das wäre mir viel zu kalt. Auch wenn es derzeit eher nicht an der Kälte liegt sondern am Regen. Denn bei uns regnet es seit zwei Tagen. Was zur Folge hatte, das in der Nacht alle Straßen gefroren sind. Das wäre für einen Radfahrer nicht besonders angenehm dort zu fahren. Aber ich finde es gut, dass die Autofahrer Rücksicht nehmen. Ich kenne da auch welche, die es darauf anlegen, dass der Radfahrer klitschnass ist bis auf die Knochen, weil sie so dicht an ihm vorbei fahren, dass er einfach nass werden muss.

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