Neues Statistiktool Piwik
Bei vielen Google Webanwendungen frage ich mich schon lange, wann sich endlich mal jemand hinsetzt und den ganzen Kram einfach kopiert. Ist doch in Zeiten des Web 2.0 keine Seltenheit und es gibt genug Beispiele, bei denen das gut funktioniert hat. Piwik macht nun genau das und bietet eine open source Alternative zu Google Analytics - na endlich!
Der große Unterschied ist dabei, dass Piwik auf dem eigenen Webspace installiert wird. Die Besucherdaten werden also nicht mehr auf einen fremden Server übertragen, vor allem nicht auf den von Google.
Hervorgegangen aus phpMyVisites, ist Piwik momentan in der öffentlichen alpha-Phase, kann also heruntergeladen und ausführlich getestet werden. Wer nicht die Katze im Sack installieren will, kann sich auch erstmal die Onlinedemo ansehen und dann entscheiden. Ich habe genau das getan und bin selbst in diesem frühen Stadium der Entwicklung sehr angetan von dem Tool. Es bietet bereits alle wichtigen grundlegenden Infos, wie das obligatorische Diagramm der letzten Seitenbesucher.
Sehr gut gefällt mir, dass man sich die verschiedenen Infos als Tabelle, Kreisdiagramm, Balkendiagramm oder Tagcloud (s. Bild) anzeigen lassen kann. Das spart Platz und bietet gute Übersicht. Hier kommt viel Flash und Ajax zum Einsatz. Eine tolle Sache vor allem für Blogbetreiber ist die Einbindung von Feedburner-Feed-Statistiken.
Natürlich kann die Oberfläche von Piwik fast beliebig verändert werden. Die einzelnen Infoboxen sind verschieb- und löschbar. Das Pluginkonzept lässt darauf hoffen, dass sich eine Community rund um Piwik bildet, die das Programm mit Plugins versorgt. Über die offene API kann man z.B. Daten und Charts in eine Webseite integrieren.
Ich für meinen Teil habe mich nun endgültig von Google Analytics verabschiedet und bin gespannt, wie die Entwicklung von Piwik weitergeht. Die Betaversion ist ja schon für April geplant.