Drei Tage tut der kleine Computernachwuchs nun schon seinen Dienst bei mir. Zeit für einen kleinen Kurzüberblick.
Zunächst mal ein paar langweilige Zahlen und Daten zum Gerät:
Modell: Acer Aspire One 115X
OS: Windows XP Home (vorinstallierrt), inzwischen läuft aber XP Proffessional bei mir
HDD: "klassische" Festplatte, 120 GB
RAM: 1 GB
Akku: 3 Zellen
Gewicht: 1073g inkl. Akku
Die weiten technischen Daten spare ich mir. Wer sich dringend dafür interessiert, kann die gern auf der Homepage von Acer nachlesen.
Packungsinhalt
Schon beim Auspacken wird sehr schnell klar, woran Acer gespart hat. Neben dem eigentlichen Rechenknecht samt Netzteil finden sich noch zwei Handbücher, einige Garantiezerfikate und eine einfache Tasche im Karton. CDs gibt es keine, was in Ermangelung eines passenden Laufwerks auch ziemlich merkwürdig gewesen wäre.
Die Handbücher sind bestenfalls als minimale Kurzanleitung zu beschreiben. Für mich relevante Informationen konnte ich darin keine finden. Dazu später mehr. Das beiliegende Netzteil ist erfreulich klein gehalten, der Stecker für den Stromanschluss entspricht leider Normalmaß. Die Tasche ist aus schwarzem Lederimitat und sicher keine Schönheit, tut aber ihren Dienst, bis die Zubehörhersteller endlich mal mitgekriegt haben, dass es jetzt auch Geräte gibt, die kleiner sind als ein Macbook.
Erster Start
Der erste Bootvorgang gestaltet sich recht langwierig. Ich hab die Zeit nicht gestoppt, aber so ca. 10 Minuten darf man sicher veranschlagen. Dabei wird vor allem Windows. Hat man die Wartezeit hinter sich gebracht, erhält man ein Windows XP Home mit aktuellem SP 3. Dazu noch jede Menge Software- und testversionsleichen (MS Office 2007, McAffee Internet Security, …). Nach einigen grundlegenden Deinstallationen ist das System aber durchaus ab Werk brauchbar.
Laufender Betrieb
Mittlerweile habe ich das vorinstallierte XP Home gegen ein Proffessional getauscht. Die Installation mittels externem CD-Laufwerk klappte ohne Probleme. Auf der Seite von Acer gibts alle Treiber zum Download, die man sich allerdings lieber vor einer solchen Neuinstallation runterladen sollte. Hat man das getan, gibts auch nach der Installation keine Probleme.
Ansonsten tut das kleine Teil recht flott seinen Dienst. Die Lüfter hört man leise rauschen, was aber nicht wirklich störend ist, zumindest für mich. Toll finde ich die Tastatur, die anders als beim Eee Pc nicht völlig der Miniaturisierung zum Opfer gefallen ist und auch noch flüssiges 10-Finger-Tippen zulässt. Ganz großer Pluspunkt diesbezüglich. Ebenfalls positiv bin ich vom Bildschirm überrascht, der erstaunlich hell und kontrastreich daherkommt.
Recovery Partition
Eine besondere Erwähnung verdient die Recovery Partition, denn es kann durchaus sein, dass einige Anwender nie von ihrer Existenz erfahren werden. Diese versteckte Partition beinhaltet theoretisch alles, um im Problemfall, den AA1 wieder in den Urzustand zurück zu versetzen. Das muss man allerdings auch erstmal rausfinden. Die Partition als solche habe ich nur beim routinemäßigen Überprüfen der Festplatten in der Datenträgerverwaltung von Windows entdeckt. Vorinstalliert ist ein Managementprogramm von Acer, mit dessen Hilfe man eben jenen Urzustand wieder herstellen kann. Wenn sich der Rechner allerdings so weit verabschiedet, dass das Windows gar nicht mehr startet, sieht es eher schlecht aus. Die Dokumentation sagt dazu nämlich mal gar nichts.
Drückt man während des Acer-Splash-Screens beim Booten allerdings ALT+F10, erhält man auch ohne Windows Zugriff auf den Recoverymanager. Getestet habe ich diesen allerdings nicht und kann das auch nicht mehr nachholen, da ich die Partition bei der Neuinstallation gleich mit gelöscht habe. Für die mangelnde Dokumentation gibts hier ganz klar einen Minuspunkt!
Fazit
Alles in allem macht das AA1 einfach nur Spaß und übertrifft meine Erwartungen an ein solches "Billignotebook". Die Tastatur ist gut, Display und TouchPad ebenfalls. Das Teil ist schnell und bis auf die eher schlechte Dokumentation und die merkwürdige Recovery Partition gibts von meiner Seite nix auszusetzen. Vor allem ist das AA1 aber klein, leicht und handlich und für 299 Euro auf jeden Fall ein super Angebot!
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