Vor kurzem hat sich auf einer kurzen Radtour meine Vorderradlampe am Fahrrad verabschiedet. Die Standlicht-LED funktionierte zwar noch, aber die Halogenlampe wollte trotz intakter Birne einfach nicht mehr. Mit wenig Begeisterung machte ich mich also auf die Suche nach einer neuen Lampe, wobei ich allerdings nicht viel mehr erwartet habe, als von meiner “alten”, mit der ich eigentlich ganz zufrieden war.

Lumotec IQ Fly © Busch & Müller KG
Ich weiß nicht so richtig, was mich geritten hat, aber schließlich habe ich mir eine - zugegebenermaßen - sündhaft teure Lumotec IQ Fly von Busch & Müller gegönnt. Das Werbeversprechen von 40 Lux Helligkeit hat mich nicht mehr so richtig losgelassen. Die StVO schreibt ein Minimum von 10 Lux für Fahrradlampen vor. Im Unterschied zu einer “herkömmlichen” Lampe wird die Fly von nur einer LED befeuert, die oberhalb des Reflektors sitzt. So soll ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Sichtfeld entstehen und Steuverluste vermieden werden. Heute Abend durfte die Lampe den ersten Testlauf auf dem stockdunklen Elberadweg zwischen Pillnitz und Dresden absolvieren.
Nun, was soll ich sagen…das Wort Lampe trifft’s eigentlich nicht mehr. Das kleine Teil ist vielmehr ein Scheinwerfer. Die üblichen Verkehrshindernisse (Fußgänger, Jogger, …) erkennt man auf ca. 100 Meter Entfernung! Auch mit ca. 35 km/h fährt man so sicher, wie am Tag. Sichtbar ausgeleuchtet werden ca. 30 bis 50 Meter (ich bin schlecht im Schätzen von Entfernungen). Fußgänger, Radfahrer, Skater und alle anderen, die man überholt drehen sich spätestens 20 Meter bevor man sie erreicht um und machen brav Platz. Kommentar eines überholten Radfahrers: “Was is das denn für’n Licht? Wo gibt’s denn sowas? Das brauch ich auch!”. Ebenfalls nett ist die Möglichkeit den Scheinwerferkopf in dreifach in der Neigung zu verstellen. So kann man ganz fix auf “Fernlicht” umstellen, ohne immer die Lampe samt Befestigungsschraube drehen zu müssen. Das Standlicht schließlich ist auch nicht mehr mit der kleinen LED-Leuchte meiner alten Lampe zu vergleichen, sondern geht gut und gerne als kleine Taschenlampe durch, was sehr nützlich ist, wenn man, wie ich, mal wieder zu faul ist, das Kellerlicht einzuschalten.
Kurzum…ich liebe diese Lampe! Uneingeschränkte Empfehlung für alle Radfahrer, die es gern etwas heller mögen oder einfach häufiger auf unbeleuchteten Strecken unterwegs sind. Neben der von mir verwendeten Variante für Nabendynamo gibt es solche für normale Dynamos oder auch mit Akkubetrieb.
Disclaimer: Nein, ich kriege weder direkt Geld oder Provision oder sonstwas für diesen Beitrag! Wer mich trotzdem mit Millionen überhäufen will, darf sich gern per Email melden ;)
Schreibe einen Kommentar